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Eines der größten Brachgelände in Pécs könnte neues Leben erhalten

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Eines der größten, seit langem brachliegenden Entwicklungsgebiete in Pécs könnte wiederbelebt werden: Die Zukunft der ehemaligen Áper-Kaserne steht erneut auf der Tagesordnung. Das Schicksal dieses Geländes, das an der Bundesstraße 6 liegt und auf eine jahrzehntelange militärische Geschichte zurückblickt, beschäftigt die Stadt schon seit Langem, da es in Pécs nur wenige zusammenhängende, großflächige Brachflächen gibt, die für eine wirtschaftliche Neunutzung geeignet sind.

Nach jüngsten Äußerungen der Eigentümer ist für das 44 Hektar große, in Privatbesitz befindliche ehemalige Kasernengelände keine Wohnnutzung vorgesehen, sondern eine wirtschaftliche Erschließung. Dies ist für Pécs von besonderer Bedeutung, da die industriellen und wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt seit langem durch einen Mangel an großen, gut erschlossenen und für Investoren attraktiven Flächen eingeschränkt sind.

Der Eigentümer hat deutlich gemacht: Weder eine Aufnahmeeinrichtung noch umweltschädliche industrielle Aktivitäten sind Teil der Pläne. Das Ziel ist es, eine Entwicklungsrichtung zu finden, die den Interessen der Stadt entspricht, die Ruhe der Anwohner nicht stört und langfristig einen echten wirtschaftlichen Mehrwert für Pécs schaffen kann.

Die Bedeutung des Gebiets wird zusätzlich dadurch unterstrichen, dass sich in unmittelbarer Nähe ein weiterer, etwa 23 Hektar großer Teil der ehemaligen Kaserne befindet, der sich im Besitz der Gemeinde befindet. Die gemeinsame, koordinierte Erschließung dieser beiden Gebiete könnte eine Größenordnung erreichen, die das Interesse nationaler oder sogar internationaler Investoren wecken würde. Zwar gibt es derzeit noch keine konkreten Bebauungspläne, doch wurden bereits Gespräche mit der Stadt über die Möglichkeit einer gemeinsamen Erschließung geführt.

Die Frage der Áper-Kaserne ist jedoch nicht nur eine Frage der Immobilienentwicklung. Eine der wichtigsten Herausforderungen für die wirtschaftliche Zukunft von Pécs besteht darin, ob die Stadt Unternehmen, die sich ansiedeln oder expandieren möchten, neue, moderne und gut erreichbare Gewerbegebiete anbieten kann. Die Sanierung einer Brachfläche dieser Größenordnung könnte Arbeitsplätze, Steuereinnahmen, Beziehungen zu Zulieferern und eine neue Richtung für die Stadtentwicklung mit sich bringen.

Die Stadtverwaltung von Pécs hat zudem im Rahmen des TOP-Plus-Programms ein eigenständiges Projekt zur Sanierung des Brachgeländes der Áper-Kaserne ins Leben gerufen. Das Projekt mit der Kennnummer TOP_PLUSZ-6.2.1-23-PC1-2025-00003 und einer Fördersumme von 1,6 Milliarden Forint zielt darauf ab, das Gebiet zu revitalisieren, es an die Bedürfnisse moderner Investoren anzupassen und die wirtschaftlichen Grundlagen von Pécs zu stärken. Zu den geplanten Maßnahmen gehören die Entwicklung einer neuen Flächennutzungsstruktur, die Sanierung oder der Abriss von Gebäuden, die Verbesserung der Straßen- und Versorgungsinfrastruktur sowie Umweltschutz- und Sanierungsmaßnahmen.

Die Umnutzung ehemaliger Kasernen bietet in vielen Städten eine große Chance: Sie beseitigt städtischen Verfall, schafft neue wirtschaftliche Funktionen und kann vernachlässigten Gebieten ein neues Gesicht verleihen. Im Fall von Pécs ist die Entwicklung der Áper-Kaserne von besonderer Bedeutung, da das am östlichen Stadteingang gelegene Areal seit langem ungenutzt ist, während die Erweiterung des Flächenangebots für wirtschaftliche Zwecke zu einer immer dringlicheren Aufgabe wird.

Wenn die Erschließung der 44 Hektar großen Fläche, die sich im Privatbesitz befindet, und des kommunalen Gebiets aufeinander abgestimmt werden kann, könnte Pécs ein neues Wirtschaftsgebiet auf einer Brachfläche gewinnen, das gleichzeitig den Zielen der Stadtplanung, der Schaffung von Arbeitsplätzen und der Investitionsförderung dient. Die wichtigste Frage in der kommenden Zeit wird sein, wie die Absichten der Grundstückseigentümer, der Stadtverwaltung und der Investoren in einem einzigen Entwicklungskonzept in Einklang gebracht werden können.

Quelle: BAMA – „Wird die ehemalige Kaserne in Pécs zu einem Flüchtlingslager? Der Eigentümer meldet sich zu Wort!“, 3. Juli 2026;

Stadt Pécs mit Kreisrechten – Projektseite „Erschließung der ÁPER-Kaserne als Brachfläche“.

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