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Sásd

Sásd liegt im Norden Baranyas am Eingang des Tals, das die östlichen und westlichen Höhenzüge des Mecsek-Gebirges trennt.

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Aufgrund seiner geografischen Lage und seiner Verkehrsanbindungen ist Sásd eng mit den Komitaten Baranya, Somogy und Tolna verbunden. Die Wirtschaft wird traditionell von der Lebensmittelwirtschaft geprägt, während der Anteil anderer Branchen, insbesondere der Leichtindustrie, schrittweise zunimmt. Investoren stehen freie Gewerbeflächen und ein unternehmensfreundliches Entscheidungsumfeld zur Verfügung.

Verkehr und Logistik

Die verkehrstechnischen und logistischen Gegebenheiten von Sásd werden durch die Geländebeschaffenheit bestimmt. Die wichtigen Verkehrswege verlaufen durch die Täler zwischen den Gebirgszügen des Mecsek und laufen somit aus mehreren Richtungen in Sásd zusammen. Durch die Stadt verläuft die Hauptstraße 66, die Pécs über Komló mit Kaposvár verbindet; von ihr zweigt die Straße 611 ab, die die Verbindung nach Dombóvár herstellt.

Die Entfernung zum Kreisstadtzentrum und zur nächstgelegenen einstelligen Hauptstraße, der 6, beträgt 28 km. Die auf dem kürzesten Weg erreichbare Auffahrt zum Schnellstraßennetz, der Autobahnkreuz Pécs-Kelet der M60, ist 32 km entfernt. Nicht viel weiter entfernt liegt auch die kürzlich zum Schnellstraßennetz ausgebaute Straße 67, die Kaposvár mit dem Balaton verbindet: Bis zum Knotenpunkt Kaposfüred sind es 36 km.

Sásd befindet sich aus bahntechnischer Sicht in einer äußerst günstigen Lage, da es an der Hauptstrecke Nr. 40 liegt, die Pécs mit Budapest verbindet. Auf dem elektrifizierten Gleispaar verkehren täglich mehrere Dutzend Züge. Zwar halten nur wenige InterCity-Züge in Sásd, doch zwischen Dombóvár und Pécs verkehren die Züge nach einem dichten und regelmäßigen Fahrplan. Und zwar in der Regel mit komfortablen, niederflurigen Flirt-Triebzügen. Die hohe Taktfrequenz ermöglicht das tägliche Pendeln zur Arbeit sowohl nach Sásd als auch von Sásd aus.

Bis nach Sásd verkehren die Züge der Nebenstrecke Nr. 47 zwischen Komló und Godisa. Auf dieser Strecke verkehrt jedoch täglich und pro Richtung nur jeweils ein Zug, zudem zu ungünstigen Zeiten, sodass ihre Funktion im Personenverkehr vernachlässigbar ist.

Der Bahnhof der Stadt eignet sich für die Verladung großer Mengen an Gütern auf Waggons und den Transport auf festen Gleisen. Für den Güterverkehr kann neben der Hauptstrecke auch die Nebenstrecke nach Komló genutzt werden.

Im Hinblick auf den Nahverkehr mit Bussen kann Sásd als Zentrum der Mikroregion angesehen werden. Von hier aus fahren die Busse in die umliegenden kleinen Ortschaften. Die Fernbusse, die die größeren Städte der Umgebung verbinden, halten meist in Sásd – die wichtigsten Verbindungen kommen aus Richtung Komló und Dombóvár. Es gibt direkte Verbindungen ohne Umsteigen sowohl nach Pécs als auch nach Kaposvár. Die Taktfrequenz und der Fahrplan sind im Hinblick auf die Arbeitszeitgestaltung angemessen.

Infrastruktur und öffentliche Dienstleistungen

Sásd ist ein gepflegter Ort mit kleinstädtischem Flair, einer lebenswerten Umgebung und einer modernen Infrastruktur. Das Stadtbild ist geprägt von gepflegten Grünflächen sowie Haupt- und Nebenstraßen in gutem Zustand. Die Gemeinde unternimmt erhebliche Anstrengungen zur Instandhaltung der öffentlichen Bereiche – dies belegen die kürzlich durchgeführten Straßen- und Gehwegbauarbeiten sowie die Errichtung eines Sportparks.

Für die Trinkwasserversorgung sowie den Betrieb des Kanalisationsnetzes und der Kläranlage sorgt die DRV Zrt., die in den meisten Komitaten der Region Transdanubien tätig ist. Die zentrale Betriebsleitung hat ihren Sitz in Dombóvár, die Instandhaltung des Systems in Sásd fällt in den Zuständigkeitsbereich einer Betriebsleitung.

Sásd ist das Zentrum des Bezirks Hegykő mit rund 11.500 Einwohnern; dementsprechend befindet sich hier der Sitz des Bezirksamtes. Die Behörde bietet vor Ort einen relativ begrenzten Umfang an Verwaltungsdienstleistungen an: In der Stadt sind eine Behörde für Verwaltungsangelegenheiten und Vormundschaftsangelegenheiten sowie ein Regierungsschalter erreichbar. Angelegenheiten, die über deren Zuständigkeitsbereich hinausgehen, können in Szigetvár, Komló oder Pécs erledigt werden.

Die Nationale Agrarkammer unterhält in der Stadt ein Büro für Dorflandwirtschaft.

Die gesamte medizinische Grundversorgung ist vor Ort gewährleistet. In der Stadt gibt es drei Hausarzt-, zwei Kinderarzt- und zwei Zahnarztbezirke. Es gibt einen Gesundheitsdienst, eine Apotheke, ein Optikergeschäft und eine Zahntechnik. Hier befinden sich der zentrale ärztliche Notdienst und die Rettungswache, die die Umgebung versorgt. Die ambulante Fachversorgung, verschiedene diagnostische Untersuchungen und die Möglichkeit einer stationären Behandlung stehen den Patienten aus Sásd und der Umgebung im Krankenhaus von Dombóvár zur Verfügung.

Die Gemeinde Sásd unterhält eine eigene Krippe und einen Kindergarten, letzterer mit 114 Plätzen. Die Grundschule in Sásd mit 274 Schülern bietet neben dem „traditionellen“ Unterricht auch deutschen Minderheitenunterricht an; die Schüler können die Sprache bereits ab der ersten Klasse lernen. Die musikalische Ausbildung findet in der Grundschule für Kunst in Sásd statt.

Die weiterführende Schule der Stadt ist die Fachschule für Gastronomie des Berufsbildungszentrums Pécs in Sásd. Die hier eingeschriebenen Schüler können in einer dreijährigen Ausbildung einen Abschluss als Konditor, Kellner oder Koch erwerben.

Sásd ist Mitglied des Vereins „Mecsek-Völgység-Hegyhát“, der derzeit 158 Gemeinden, zivilgesellschaftliche Organisationen und Unternehmen vereint und als Leader-Aktionsgruppe fungiert. Diese Gemeinschaft für ländliche Entwicklung vereint die Gemeinden und Wirtschaftsakteure in der Umgebung von Komló und Sásd. Ihr Ziel ist die Ausarbeitung einer lokalen Strategie zur ländlichen Entwicklung und die Koordinierung der Bemühungen zur Umsetzung der formulierten Ziele.

Wichtige Wirtschaftsakteure

Sásd verfügt über eine wirtschaftlich vielfältige Unternehmenspalette. Vorwiegend dominieren hier kleine und mittlere Unternehmen aus dem Inland. In der Stadt sind insgesamt 447 aktive Unternehmen registriert, darunter 350 Einzelunternehmen und 97 Personengesellschaften. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl liegt unter 50 Personen. Betrachtet man die Branchen, so hat die Landwirtschaft das größte Gewicht, daneben sind Industriebetriebe – vorwiegend aus der Leichtindustrie – sowie Dienstleistungsunternehmen tätig. Der Tourismus spielt bislang keine bedeutende Rolle, verfügt jedoch dank der Nähe zum Mecsek und der Möglichkeiten für aktive Erholung über ein bemerkenswertes ungenutztes Potenzial.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien hier einige wichtige lokale Unternehmen genannt:

  • Y Takarmányipari Kft. – ein Unternehmen in ungarischem Besitz, das sich hauptsächlich mit der Herstellung von Futtermitteln für Nutztiere befasst.
  • Bozsánovics Kft. – ein Unternehmen in ungarischem Besitz, das sich hauptsächlich mit Geflügelzucht befasst.
  • Sásdi Agro Zrt. – eine in ungarischem Besitz befindliche, hauptsächlich in der Geflügelzucht tätige Aktiengesellschaft mit beschränkter Haftung.
  • Mind-Ép Kft. – ein Unternehmen in ungarischem Besitz, das hauptsächlich im Baugewerbe tätig ist und Generalunternehmerleistungen erbringt.
  • Ma-Gár Kft. – Ein Unternehmen in ungarischem Besitz, das sich mit der Herstellung von Bekleidung und Textilwaren befasst.
  • Tamás Fémipari Kft. – ein Unternehmen in ungarischem Besitz, das sich hauptsächlich mit der Herstellung von Stahlkonstruktionen, der Ausführung von Schlosserarbeiten, der Blechbearbeitung und metallverarbeitenden Tätigkeiten befasst.
  • Novaflex Kft. – ein Unternehmen in ungarischem Besitz, das sich hauptsächlich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Bremsbelägen, Kupplungsbaugruppen und anderen Autoteilen befasst. Anzahl der Beschäftigten
  • SÁSDFA Kft. – ein Unternehmen in ungarischem Besitz, das hauptsächlich in der Holz- und Forstwirtschaft tätig ist.
  • Dömse Kft. – ein Unternehmen in ungarischem Besitz, das hauptsächlich in der Holzindustrie tätig ist.

Flächen für wirtschaftliche Zwecke

Das Industriegebiet von Sásd liegt südlich der Stadt, an der Straße 66, in der Nähe der Ziegelei. Es trägt bislang nicht den Namen „Industriepark“, außerdem befinden sich die Grundstücke in Privatbesitz. Derzeit wartet etwa die Hälfte der Industriezone auf Bebauung; diese Grundstücke sind Eigentum der Sásdi Agro Zrt. Das Unternehmen verfügt über insgesamt 8 Hektar unbebaute Grundstücke.

In der Rákóczi-Straße befindet sich eine Immobilie im Besitz der Gemeinde, die sich für kleinere Brachflächeninvestitionen eignet.

In der Stadt gibt es mehrere Immobilien, die für Bürozwecke genutzt werden können. Unter diesen benötigt das im Besitz der Gemeinde befindliche Gebäude in der Kossuth-Lajos-Straße 1 eine technische und energetische Sanierung. Unter den Immobilien in Privatbesitz ist das Bürogebäude der Y Pulyka Kft. in der Törökmalom-Straße ist modern und erfüllt alle Anforderungen, während das Gebäude in der Rákóczi-Straße 16, das sich im Besitz von Kapos-Coop befindet, ebenfalls sanierungsbedürftig ist.

Wirtschaftsförderung und Steuerpolitik

In Sásd verfolgt die Gemeinde eine ausgesprochen unternehmensfreundliche Steuerpolitik. In diesem Sinne wurde der Satz der lokalen Gewerbesteuer niedriger als gesetzlich vorgeschrieben festgelegt, nämlich auf 1,8 % der Steuerbemessungsgrundlage. Die Grundsteuer beträgt lediglich 100 Forint pro Jahr und Quadratmeter, während keine Grunderwerbsteuer und keine Kurtaxe erhoben werden.

Die Stadt bietet Investoren für verfügbare, im Besitz der Gemeinde befindliche Immobilien vergünstigte Miet- und Kaufmöglichkeiten an. Die genauen Bedingungen werden in individuellen Vereinbarungen festgelegt. Als Gegenleistung für die Inanspruchnahme der Vergünstigungen muss sich ein Unternehmer, der sich in Sásd niederlässt oder die Erweiterung seines dortigen Standorts plant, in der Regel zur Durchführung einer Investition in bestimmter Höhe oder zur Beschäftigung von Einwohnern von Sásd verpflichten.

Kommunale Investitionsvorhaben

Eines der wichtigsten laufenden Entwicklungsprojekte ist das Programm „Grüne Stadt“, zu dem auch der bereits erwähnte Bau der Markthalle gehört. Es handelt sich um ein komplexes Stadtsanierungsprojekt, dessen Schwerpunkt auf der Umgebung des Heldenplatzes liegt. Ziel ist einerseits die Erneuerung der hier befindlichen Gewerbeeinheiten sowie die Schaffung eines modernen Stadtzentrums durch die Sanierung öffentlicher Plätze und Parks. Bei der Planung wurden auch Aspekte der Nachhaltigkeit und Energieeffizienz berücksichtigt.

In letzter Zeit gab es mehrere Investitionen der letztgenannten Art, also solche, die sich auf den Energieverbrauch konzentrieren. Zu den Projekten gehören der Bau eines Solarkraftwerks auf dem Gelände neben der Kläranlage, die energetische Modernisierung mehrerer städtischer öffentlicher Einrichtungen sowie die Installation von Solaranlagen.

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