Harkány Es befindet sich im südlichen Teil von Baranya, nahe der kroatischen Grenze. Sein größter Wert liegt in seiner Entdeckung im 19. Jahrhundert. Heilquelle Auf dieser Grundlage wurden einer der beliebtesten Kurkomplexe der Region und bedeutende touristische Dienstleistungskapazitäten aufgebaut. Der wichtigste Sektor ist gewerbliche Unterkunft. Es werden jedoch Anstrengungen unternommen, andere Wirtschaftssektoren zu etablieren, vorwiegend im Agrar- und Dienstleistungsbereich.
Verkehr und Logistik
Harkány liegt am Südwesthang des Villányer Gebirges, nur 8,5 km von der kroatischen Grenze entfernt. Durch den Ort führt die Hauptstraße Nr. 58, die Pécs über das kroatische Alsómiholjác mit Nekcse und Eszék verbindet. Die Straße spielt eine wichtige Rolle im Transitverkehr und verzeichnet dementsprechend ein hohes Verkehrsaufkommen. Dank der westlich der Stadt gebauten Umgehungsstraße verläuft sie jedoch nicht durch das Stadtzentrum.
Pécs liegt 26 km entfernt, die Kreisstadt Siklós hingegen nur 6 km von der Stadt entfernt. Die nächstgelegene Hauptverkehrsstraße ist die Pécs durchquerende Bundesstraße 6. Der nächstgelegene Anschluss an das Schnellstraßennetz befindet sich ebenfalls bei Pécs: Der Knotenpunkt Pellérd–Pécs-Nyugat ist nach einer Fahrt von 19 km zu erreichen.
Die beiden wichtigsten Verkehrsachsen der Stadt sind die Straße Nr. 58 nach Pécs und die Straße, die Harkány mit Siklós verbindet. Der Zustand der erstgenannten Straße ist recht uneinheitlich: In der Nähe der beiden Städte ist sie kürzlich saniert worden und in gutem Zustand, der dazwischenliegende Abschnitt ist jedoch reparaturbedürftig. Die Straße nach Siklós ist für das deutlich geringere Verkehrsaufkommen ausgelegt und von angemessener Qualität.
Für Touristen ist es wichtig, dass sowohl in Richtung Siklós als auch in Richtung des Grenzübergangs Drávaszabolcs ein separater Radweg verläuft. Die Straße schließt auf der Südseite von Drávaszabolcs an die auf dem Donaudamm angelegten, komfortablen und sicheren Radwege an, auf denen sich sowohl in östlicher als auch in westlicher Richtung mehrere Dutzend Kilometer lange Strecken zurücklegen lassen.
Harkány verfügt über keine Bahnanbindung; auf der die Stadt berührenden Nebenstrecke 62 hat die MÁV den Personenverkehr eingestellt, dessen Wiederaufnahme derzeit nicht auf der Tagesordnung steht. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich im 20 km entfernten Villány, aber auch der Bahnhof von Pécs ist in erreichbarer Entfernung. Letzterer bietet sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr ein breiteres Spektrum an Möglichkeiten.
Der Nahverkehr mit Bussen ist gut ausgebaut, die Verbindungen verkehren in den meisten Richtungen zu angemessenen Zeiten und mit ausreichender Häufigkeit. Die wichtigsten Verbindungen führen einerseits nach Pécs und andererseits über Siklós und Villány in Richtung Mohács. Die Anbindung in Richtung Vajszló und der kleinen Dörfer des Ormánság ist gut, sodass die Voraussetzungen für den täglichen Arbeitsweg gegeben sind. Aus touristischer Sicht ist es von großer Bedeutung, dass Harkány mehrmals täglich durch Direktverbindungen mit der Hauptstadt verbunden ist.
Infrastruktur und öffentliche Dienstleistungen
Harkány verfügt im Wesentlichen über eine moderne Infrastruktur. Aufgrund der Bedeutung des Tourismus wird der Pflege des Ortsbildes überdurchschnittlich viel Aufmerksamkeit gewidmet. Der Zustand der Straßen im Ortsgebiet ist sowohl in den Wohn- als auch in den Erholungsgebieten zufriedenstellend. Das Regenwasserableitungssystem ist im größten Teil des bewohnten Gebiets angemessen ausgebaut. Die Trinkwasserversorgung und die Abwasserentsorgung werden von der Baranya-Víz Zrt. gewährleistet. Die Betriebsleitung des Unternehmens in Harkány betreibt die Kläranlage der Stadt. Eine Fernwärmeversorgung gibt es in der Stadt nicht.
Verwaltungstechnisch gehört Harkány zum Bezirk Siklós. Die Gebietseinheit mit mehr als 34.000 Einwohnern umfasst 53 Ortschaften. Von den Behörden auf Kreisebene sind in Siklós die Abteilungen für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit, für Behördenangelegenheiten und Vormundschaft, für Beschäftigung und Volksgesundheit sowie das Grundbuchamt und das Regierungsbüro angesiedelt. Letzteres verfügt auch in Harkány über eine Außenstelle, die an jedem Werktag geöffnet ist.
Das Büro des Dorflandwirtschaftsberater-Netzwerks der Nationalen Agrarkammer ist in Siklós erreichbar.
Alle grundlegenden Gesundheitsdienstleistungen sind vor Ort verfügbar. In der Stadt gibt es zwei Hausarztpraxen für Erwachsene und eine für Kinder, zwei Zahnarztpraxen, eine Apotheke und einen Gesundheitsdienst. Im Gesundheitszentrum, das die Sprechstunden abwickelt, gibt es einen ärztlichen Bereitschaftsdienst; die dortigen Ärzte sind neben Harkány für die Versorgung von mehr als einem halben Dutzend umliegender kleiner Ortschaften zuständig. Die nächstgelegene Rettungswache befindet sich in Siklós. Für Facharzttermine, verschiedene diagnostische und Laboruntersuchungen sowie die stationäre Versorgung müssen die Patienten nach Pécs fahren.
Ein besonderes Element des lokalen Gesundheitssystems ist das Zsigmondy-Vilmos-Kurklinik in Harkány. Die Einrichtung verfügt über 302 Betten und ist damit die drittgrößte im Komitat. Es wird keinerlei aktive Patientenversorgung durchgeführt, sondern ausschließlich Rehabilitationsbehandlungen angeboten. Die Auslastung liegt praktisch am Maximum; im Jahr 2019 wurden 98,56 % der verfügbaren Pflegetage ausgeschöpft.
In Harkány gibt es sowohl eine Krippe als auch einen Kindergarten und eine Grundschule. Die nach Pál Kitaibel benannte Schule befindet sich in einem renovierten, modern ausgestatteten Gebäude. Neben dem traditionellen Unterricht bietet sie auch künstlerische Bildung an. Schüler, die ihre Ausbildung fortsetzen möchten, finden Gymnasien in Pécs und Siklós sowie Berufsschulen neben der Kreisstadt auch in Siklós und Villány in der Nähe.
Die wichtigste mikroregionale Zusammenarbeit in der Umgebung ist der Verein der Grenzgemeinden von Süd-Baranya mit Sitz in Siklós. Er entstand durch den Zusammenschluss der Kommunalverwaltungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Unternehmer von 88 Gemeinden mit dem Ziel, Entwicklungskonzepte aufeinander abzustimmen und die Stärken der Region effektiver zu nutzen.
Harkány ist Mitglied mehrerer lokaler Trägervereine sowie des Verbandes der ungarischen Kurorte.
Die Gemeinde arbeitet mit mehreren Hochschulen zusammen. Mit der Fakultät für Kulturwissenschaften, Lehrerausbildung und ländliche Entwicklung der Universität Pécs (PTE) pflegt sie eine fachliche Zusammenarbeit in den Bereichen Tourismus und Gastgewerbe, stellt der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der PTE Praktikumsplätze in den Einrichtungen des Kurbads zur Verfügung und hat mit der Ybl-Miklós-Fakultät für Bauwissenschaften der Szent-István-Universität eine regelmäßige Zusammenarbeit im Zusammenhang mit den architektonischen Entwicklungen der Stadt aufgebaut.
Wichtige Wirtschaftsakteure
Harkány ist ein Ort mit Schwerpunkt auf Tourismus und Dienstleistungen. Die wirtschaftliche Basis bilden touristische Dienstleistungen für Heil- und Erholungszwecke, die auf Thermalwasser basieren, sowie gewerbliche Beherbergungsbetriebe. Strukturell dominieren ungarische Klein- und Mittelunternehmen, daneben gibt es viele Einzelunternehmer und Kleinstunternehmen mit wenigen Mitarbeitern.
An hochwertigen Beherbergungsbetrieben mangelt es nicht. Hier befinden sich die meisten Hotels des Landkreises, die mindestens drei Sterne oder einen gleichwertigen Komfort bieten, insgesamt 14 an der Zahl. Im Schatten der größeren Hotels sind Dutzende von Ferienwohnungen sowie Einzelunternehmer tätig, die einzelne Zimmer oder Teile von Häusern vermieten.
Flächen für wirtschaftliche Zwecke
Derzeit wird der Industriepark in Harkány errichtet. Die Gemeinde gestaltet das Industriegebiet im nördlichen Teil der Stadt, abseits des zentralen Erholungsgebiets, im Rahmen einer Brachflächen-Sanierung. Das Gebiet, das einst als Maschinenstation genutzt wurde, bietet perfekte Bedingungen für Unternehmen, die sich dort ansiedeln möchten. Im Rahmen des Projekts baut die Stadt das Straßennetz und die notwendige Infrastruktur aus.
Das vorrangige Ziel des Projekts ist die Diversifizierung der lokalen Wirtschaft und die Verringerung der übermäßigen Abhängigkeit vom Tourismus. Der Industriepark bietet vor allem für KMU attraktive Lösungen. Aufgrund des Charakters als Ferienort werden Aktivitäten mit geringer Umweltbelastung bevorzugt.
Ein Teil der Grundstücke im Industriepark ist bereits vergeben; derzeit stehen 4,1 Hektar freie Fläche zur Verfügung, die von der Gemeinde gekauft oder gepachtet werden können. Darüber hinaus stehen der Stadt weitere jeweils einen halben Hektar große Flächen auf der grünen Wiese und auf Brachflächen zur Verfügung, die für wirtschaftliche Zwecke genutzt werden können, und auch private Eigentümer bieten Grundstücke zum Verkauf an.
Die Gemeinde verfügt über vier Immobilien, die als Büroräume geeignet sind und Unternehmern zur Verfügung gestellt werden können.
Der Bauernmarkt ist teilweise überdacht und verfügt zudem über eine Markthalle. Vor kurzem wurde die gesamte Infrastruktur renoviert. Zusätzlich zu den üblichen Dienstleistungen steht den Händlern ein Kühlhaus zur Verfügung.
Wirtschaftsförderung und Steuerpolitik
Die Höhe der lokalen Gewerbesteuer in Harkány entspricht dem gesetzlich festgelegten Höchstsatz, d. h. 2 % der Steuerbemessungsgrundlage. Die Höhe der Gebäudesteuer beträgt je nach Lage der Immobilie 600–1200 Ft/m² pro Jahr. Der ermäßigte Steuersatz gilt für Hotels und andere Beherbergungsbetriebe.
Auch hinsichtlich der Grundsteuer legt die Verordnung mehrere Kategorien fest, die vom Standort und der Größe des Grundstücks abhängen. Für Grundstücke außerhalb des Stadtgebiets sind jährlich 10 Ft/m² zu entrichten. Innerhalb des Stadtgebiets beträgt die Steuer bei einer Grundstücksgröße von bis zu 5000 m² jährlich 200 Forint pro Quadratmeter, darüber hinaus 150 Forint.
Die Kurtaxe beträgt 500 Forint pro Übernachtung.
Die Gemeinde ist offen für den vergünstigten Verkauf von Grundstücken in ihrem Besitz, die für eine wirtschaftliche Nutzung geeignet sind. Die Bedingungen hierfür und die vom Investor erwarteten Verpflichtungen sind Gegenstand einer individuellen Vereinbarung.
Kommunale Investitionsvorhaben
Die wichtigsten kommunalen Entwicklungsprojekte stehen im Zusammenhang mit dem Bad. Die Sanierung und Erweiterung der Gebäude, Becken und Erlebniselemente erfolgt in mehreren Schritten. Geplant ist als nächster Schritt der Bau der Halle für das Erlebnisbecken Nr. 3 und eines Außenbeckens sowie die Stärkung des Familiencharakters durch die Errichtung der Becken im Außenbereich für Kinder. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Umwandlung des derzeitigen Verwaltungsgebäudes des Kurbads in ein Hotel sowie für den Bau eines neuen medizinischen Flügels.
Im Rahmen des Programms „Grüne Stadt“ wird der Nutzung erneuerbarer Energien größerer Stellenwert beigemessen. Der wichtigste Bestandteil davon wird der Bau eines Solarparkes in Verbindung mit dem Kurbad sein. Verschiedene Verkehrsentwicklungsprojekte stehen ständig auf der Tagesordnung: Das jüngste ist der Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung der aus Pécs und Siklós kommenden Straßen.



















