Kleinstädte im Komitat Baranya erhielten im Rahmen von zwei Ausschreibungen für das Jahr 2026 des ungarischen Dorfprogramms umfangreiche Fördermittel. Diese Mittel werden zur Finanzierung von Verbesserungen im Verkehrs- und Entwässerungswesen, zur Sanierung kommunaler Immobilien sowie zum Kauf von Ausrüstung zur Unterstützung lokaler öffentlicher Dienstleistungen verwendet.
Den veröffentlichten Listen der Bewilligungsentscheidungen zufolge erhielten die Kommunalverwaltungen im Komitat Baranya insgesamt mehr als 2,7 Milliarden Forint an Fördermitteln. Der komitatweiten Übersicht zufolge hat sich Baranya damit im Rahmen dieser beiden Förderprogramme zu einer der erfolgreichsten Regionen des Landes entwickelt.
Ein Teil der Fördermittel ist für den Ausbau der lokalen Verkehrs- und Regenwasserentwässerungsinfrastruktur vorgesehen. Diese Mittel können für die Sanierung von Straßen, Gehwegen und Systemen verwendet werden, die eine sichere Ableitung von Regenwasser ermöglichen. Die offizielle Liste der genehmigten Projekte umfasst unter anderem Mecseknádasd mit mehr als 52 Millionen, Kárász mit fast 47 Millionen, Feked mit 39,4 Millionen, Kővágószőlős mit 38,3 Millionen und Hetvehely mit 37,8 Millionen Forint an Fördermitteln.
Das andere Förderprogramm unterstützt die Entwicklung von kommunalen Liegenschaften und Anschaffungen, die für die Erfüllung kommunaler Aufgaben erforderlich sind. Die Mittel können zur Modernisierung kommunaler Gebäude, zur Gestaltung von Friedhöfen und Spielplätzen sowie zum Kauf von kommunaler Ausrüstung und von Fahrzeugen für Land- und Dorfverwalter verwendet werden. Zu den Empfängern zählen beispielsweise die Gemeinden Abaliget, Adorjás, Almáskeresztúr, Alsómocsolád, Áta und Babarcszőlős.
Die Zuschüsse im Rahmen des ungarischen Dorfprogramms werden aus inländischen Haushaltsmitteln in Form von Vorfinanzierungen bereitgestellt und erfordern keinen Eigenbeitrag der Kommunalverwaltungen. Dies ist besonders wichtig im Komitat Baranya, das durch eine aus kleinen Dörfern bestehende Siedlungsstruktur gekennzeichnet ist, in der viele kleinere Gemeinden nur über begrenzte Möglichkeiten verfügen würden, größere Renovierungsarbeiten oder Anschaffungen von Ausrüstung aus eigenen Mitteln durchzuführen.
Diese Entwicklungen können Veränderungen mit sich bringen, die im Alltag unmittelbar spürbar sind: Der Verkehr kann sicherer werden, die Regenwasserableitung kann verbessert werden, kommunale und städtische Gebäude können modernisiert werden und die Erbringung lokaler Dienstleistungen kann effizienter gestaltet werden. Darüber hinaus können diese Investitionen und Beschaffungen neue Aufträge für lokale und regionale Unternehmen generieren.
Die Förderentscheidungen sind gefallen; in der kommenden Zeit können die Kommunalverwaltungen mit den Vorbereitungen für die Projekte beginnen und die erforderlichen Beschaffungs- und Bauarbeiten durchführen.
Quellen:
- BAMA: Umfangreiche Mittelzuweisung für den Komitat Baranya im Rahmen des ungarischen Dorfprogramms, 31. August 2026.
- Ungarisches Dorfprogramm – Bewerbungen und Ergebnisse
- Ausbau der städtischen Verkehrs- und Entwässerungsinfrastruktur – Amtliches Beschlussverzeichnis
- Erschließung kommunaler Grundstücke und damit verbundene Beschaffungen – Amtliches Beschlussverzeichnis