Die Donaubrücke bei Mohács und das damit verbundene, rund 30 km lange neue Straßennetz stellen das wichtigste Logistikprojekt in Südtransdanubien dar: Die Verbindungen zwischen Serbien und Westeuropa werden verkürzt, die Erreichbarkeit verbessert sich und neue Industrie- und Logistikstandorte entlang der Achse Mohács–Bóly–Pécs werden marktfähig.
„Early Adopters“ können sich sowohl bei Grundstücken und Immobilien als auch bei Arbeitskräften einen Vorteil verschaffen.
Warum ist der Grenzübergang bei Mohács von strategischer Bedeutung?
Der Bau der vierspurigen Brücke und der Brückenpfeiler ist bereits im Gange, wobei moderne – für ungarische Verhältnisse neuartige – Technologien zum Einsatz kommen. Für die Ausführung kommen spektakuläre bautechnische Lösungen zum Einsatz (zum Beispiel die Trockenbauweise mit Schalenelementen im Flussbett), was den Fortschritt und die zügige Umsetzung des Projekts verdeutlicht.
Das Projekt umfasst nicht nur die Brücke selbst: Auf beiden Seiten werden insgesamt fast 30 Kilometer neue Straßen und Knotenpunkte gebaut, darunter der Ausbau des Abschnitts der Hauptstraße 57 zwischen der M6-Brücke auf 2×2 Fahrspuren sowie der Bau einer neuen vierspurigen Verbindung auf der Inselseite (Újmohács). Zusammen machen diese Mohács zu einem echten Logistikzentrum von regionaler Bedeutung.
Auch die nationale Presse und die Entscheidungsträger betonen die wirtschaftliche Bedeutung: Die Brücke ist nicht mehr nur eine Verkehrsverbindung, sondern eine echte Wirtschaftsbrücke zwischen dem Balkan und Westeuropa – mit einer deutlich größeren Rolle im Transit- und Lieferkettenbereich als frühere Konzepte, die vor allem auf den lokalen Verkehr abzielten.
Wie ist der Stand der Bauarbeiten und wie sieht der Zeitplan aus?
Im Herbst 2025 begannen die Hauptarbeiten an den Brückenpfeilern; parallel dazu laufen die Erdarbeiten und der Aufschüttungsbau auf dem künftigen vierspurigen Abschnitt zwischen der Brücke und der Hauptstraße 56. Die Fertigstellung der damit verbundenen Straßenbauprojekte ist zeitgleich mit der Übergabe der Brücke vorgesehen; hinsichtlich der Straßenabschnitte hat die Bauherrschaft bereits für Ende 2025 konkrete Fertigstellungsgrade angekündigt.
Das Ausmaß des Bauvorhabens ist deutlich zu erkennen: Laut Planung sollen im Zusammenhang mit der Brücke etwa 28–30 km neues Straßennetz, mehrere Brückenbauwerke und Verkehrsknotenpunkte entstehen, was langfristig die Erreichbarkeit der Region nachhaltig verbessert und die derzeitigen Übergänge entlastet.
Auswirkungen auf den Markt: Was bedeutet das für ein Logistik- oder Produktionsunternehmen?
1) Erreichbarkeit und Fahrzeit
Zwischen der serbischen Grenze (Grenzübergang Udvari) und der westeuropäischen Achse M6–M5–M1 entsteht ein neuer, besser planbarer Korridor. Dies kann das Transitrisiko und die „Last-Mile“-Kosten für die Industriegebiete im Umkreis von Mohács–Bóly–Pécs verringern.
2) Industrie- und Logistikimmobilien
Die auf zwei Fahrspuren pro Richtung ausgebaute Hauptstraße 57 und die neuen Verkehrsknotenpunkte in der Umgebung der Brücke schaffen Raum für weitere Lager- und Leichtindustrieprojekte der Kategorie A. Die Mieten und Grundstückspreise könnten in den kommenden Jahren aufgrund der Nachfrage moderat steigen – insbesondere an Standorten in der Nähe der Brücke mit guter Anbindung an die Autobahn.
3) Personalgewinnung
Die bessere Erreichbarkeit und die Nähe zur Hochschule in Pécs (PTE) verbessern gemeinsam das Rekrutierungspotenzial – insbesondere bei der Produktion mit hohem Technologieanteil und bei SSC-/LSC-Unterstützungsaktivitäten.
4) Export und Lieferkette
Die Brücke kann im serbisch-kroatischen Verkehr eine alternative, zeitlich stabile Verbindung bieten – dies kann bei Zulieferern der Automobil-, Maschinenbau- und Agrar-Lebensmittelindustrie zu schnelleren Lieferzyklen und weniger volatilen Lieferterminen führen.
Wo sollte man eine Position eingehen?
- Industriegebiete und Abzweigungen in der Nähe der Brücke – schneller Marktzugang, gute Sichtbarkeit; geeignet für Cross-Docking und Endverteilung.
- Achse Mohács–Bóly (Hauptstraße 57) – 2×2 Fahrspuren und Turbo-Kreisverkehre: gute Anbindung an die M6, Lager- und Produktionsstandort mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten.
- Der Ballungsraum Pécs – größerer Arbeitsmarkt, Nähe zur Universität Pécs, B2B-Dienstleistungen.
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