Am östlichen Rand von Szederkény, im Gebiet „Hosszú dűlő“, wurde mit der Erschließung eines neuen, 7,1 Hektar großen Gewerbegebiets begonnen. Das Investitionsvorhaben wird mit 613,23 Millionen Forint aus zu 100 % nicht rückzahlbaren Mitteln im Rahmen des Programms „TOP Plusz – Lokale Wirtschaftsentwicklung“ und mit Kofinanzierung durch den EFRE realisiert. Die geplante Fertigstellung des Projekts ist für den 31. Oktober 2026 vorgesehen, die ersten Meilensteine der Bauarbeiten sind bereits in Angriff genommen worden.
Das Industriegebiet in Szederkény ist Teil des Industrieentwicklungsprogramms von Baranya, das an mehreren Standorten die Entwicklung von Industrieparks und Gewerbegebieten vorantreibt. Wie bei der Übergabe der Baustelle erklärt wurde, zielen die Entwicklungen darauf ab, dass die KMU des Landkreises langfristig wettbewerbsfähig sind und sich als Zulieferer in die regionalen und nationalen Wertschöpfungsketten einbinden können.
Was genau wird gebaut?
Das neue Gewerbegebiet soll lokalen und neu ansiedelnden KMU sofort nutzbare, an die öffentliche Versorgung angeschlossene Grundstücke zur Verfügung stellen. Der technische Umfang des Vorhabens umfasst die folgenden Hauptelemente:
- Bau neuer Straßen im Industriegebiet und Sanierung bestehender Straßenbeläge.
- Umgestaltung der Verkehrsanlage an der Anschlussstelle der Hauptstraße 57 für sicheres und zügiges Ein- und Ausfahren.
- Errichtung von Wasserversorgungs-, Abwasser- und Regenwasserableitungsanlagen (Druckerhöhungsanlage mit Wasserspeicher, Regenwasserhebeanlage, Regenrückhaltebecken, Entwässerungsrinnen).
- Energieversorgung und Straßenbeleuchtung: Erdkabelnetz für die Straßenbeleuchtung, 22-kV-Erdkabel für öffentliche Zwecke, Umspannwerk.
- Ersatz bzw. Sicherung des optischen Netzes zur Gewährleistung der Telekommunikationsversorgung.
Im Zuge der Erschließung werden sechs voll erschlossene Industriegrundstücke auf den Markt gebracht, die zur Vermietung oder zum Verkauf stehen.
Strategisch günstige Lage
Szederkény liegt an der Achse Pécs–Mohács (Straße 57) in unmittelbarer Nähe des Autobahnkreuzes M6–M60, was eine wettbewerbsfähige logistische Erreichbarkeit gewährleistet. Auch die internationalen Verbindungen der Region sind günstig: Der Flughafen Pécs-Pogány ist ca. 27 km entfernt, der Donaufehafen in Mohács 21 km und der Grenzübergang/Hafen in Drávaszabolcs ~50 km.
Planung und Ausführung
Die Übergabe des Projektgeländes erfolgte im Beisein der Presse; die Bauarbeiten werden von der Vivapalazzo Zrt. durchgeführt. Nach Angaben der Bezirksverwaltung könnte das Industriegebiet, dank der günstigen Verkehrsanbindung der Gemeinde, bereits Ende 2026 fertiggestellt sein.
Unternehmensfreundliche Rahmenbedingungen
- Grundstücksgröße und Versorgungsanschlüsse: Alle sechs neuen Grundstücke verfügen über einen direkten Anschluss an die Versorgungsnetze und sind über ein internes Straßennetz erreichbar.
- Stromversorgungskapazität: Eine neue 22-kV-Zuleitung und eine Transformatorstation ermöglichen nun auch Produktionsaktivitäten mit höherem Strombedarf.
- Wasser- und Abwasserkapazität: Ein separater Druckerhöhungsbehälter und ein Druckabwassersystem gewährleisten einen stabilen Betrieb.
- Regenwassermanagement: Mit Regenrückhaltebecken und Pumpstationen ist das Gebiet auch auf extremere Wetterlagen vorbereitet.
Warum lohnt sich Szederkény?
- Schnelle Anbindung über die Autobahn nach Pécs und an das nationale Straßennetz;
- Exportverbindungen: kurze Entfernung zum Donaufreihafen und zu den Grenzübergängen;
- Arbeitskräfte: in der Region verfügbare qualifizierte Arbeitskräfte, von denen ein Teil Fremdsprachen beherrscht;
- Bildungsumfeld: Die Nähe zur Universität Pécs und zum Berufsbildungszentrum des Komitats Baranya;
- Engagement der Kommunalverwaltung für die wirtschaftliche Entwicklung, flexible Zusammenarbeit im Hinblick auf die Bedürfnisse der Investoren.