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Das Modell des Kreativwirtschaftsclusters von Pécs wird auf nationaler Ebene ausgeweitet

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Aufbauend auf den Erfahrungen des Clusters der Kreativwirtschaft, das seit 2007 in Pécs tätig ist, entsteht derzeit ein landesweites Netzwerk der Kreativwirtschaft. Das Ziel des Nationalen Kompetenzzentrums für die Kreativwirtschaft ist es, die Bekanntheit einheimischer Kreativunternehmen zu steigern, ihre Vernetzung zu stärken und neue Geschäftsmöglichkeiten für Kleinst- und Kleinunternehmen zu erschließen, die geistige Produkte, Design und kreative Dienstleistungen anbieten.

Die Geschichte und die aktuelle Präsenz von Pécs in der Kreativwirtschaft könnten eine neue Rolle von nationaler Bedeutung einnehmen. Das Modell des Kreativwirtschaftsclusters, das seit 2007 in der Stadt besteht, wird nun auf die nationale Ebene ausgeweitet: Unter der Koordination der Industrie- und Handelskammer Pécs-Baranya, finanziert von der Ungarischen Industrie- und Handelskammer und unter Beteiligung von 22 Kreis- und Budapester Kammerorganisationen wird das Projekt „Nationales Kompetenzzentrum für die Kreativwirtschaft“ ins Leben gerufen.

Diese Initiative befasst sich mit einem Problem, das vielen Akteuren der Kreativwirtschaft nur allzu vertraut ist. Ein Grafikdesignstudio, eine Designwerkstatt, ein Modedesigner, ein Kommunikationsspezialist, ein Kulturunternehmen oder ein Anbieter digitaler Kreativdienstleistungen erbringt oft Leistungen mit hoher Wertschöpfung, hat jedoch Schwierigkeiten, neue Kunden zu gewinnen, branchenübergreifende Kooperationen aufzubauen oder Zugang zu internationalen Märkten zu erhalten. Die Kreativbranche ist geprägt von Kleinstunternehmen, Ein-Personen-Werkstätten und kleinen Teams, die zwar über das fachliche Know-how verfügen, denen es jedoch oft an Sichtbarkeit, einem Kontaktnetzwerk und einer Infrastruktur zur Geschäftsentwicklung mangelt.

Das nationale Netzwerk soll genau dies ändern. Ziel des Projekts ist es, sicherzustellen, dass die Akteure der Kreativwirtschaft nicht isoliert agieren, sondern durch eine strukturierte Datenbank, eine Branchenkarte und ein kammerbasiertes Netzwerk für andere Wirtschaftsakteure zugänglich werden. Dies ist besonders wichtig, da die Kreativwirtschaft kein in sich geschlossener Sektor ist: Sie ist mit dem Tourismus, der Lebensmittelindustrie, dem Stadtmarketing, der Kulturwirtschaft, digitalen Dienstleistungen, der Innenarchitektur, der Modebranche, der Veranstaltungsbranche, der Produktentwicklung und der Kommunikationsbranche vernetzt.

Nach Angaben der PBKIK zielt das Programm darauf ab, mindestens 1.000 inländische Unternehmen der Kreativbranche zu erreichen. Die Teilnehmer können sich einem breiteren beruflichen Netzwerk anschließen, ihre Sichtbarkeit erhöhen und Zugang zu neuen Möglichkeiten der Geschäftsentwicklung erhalten. Das Ziel ist keine einmalige Kampagne, sondern die Schaffung eines nachhaltigen Systems: Die nationale Datenbank und der wachsende Cluster der Kreativwirtschaft können langfristig in die Struktur der Kammer integriert werden.

Dies ist eine besonders positive Entwicklung für Pécs. Die Stadt verfügt über eine starke kulturelle und kreative Identität; das Zsolnay-Viertel, die Philosophische Fakultät der Universität Pécs, die Design- und Bildende-Kunst-Szene, die Festivals, Galerien, Ateliers und unabhängigen kreativen Gemeinschaften schaffen gemeinsam ein Umfeld, aus dem sich auf natürliche Weise ein Cluster der Kreativwirtschaft entwickeln könnte. Nun könnte dieses Pécs-Modell zu einem nationalen Maßstab werden.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Kreativwirtschaft ist oft weniger sichtbar als die von Investitionen in die Industrie, doch sie ist ein zunehmend wichtiger Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit. Ein starkes Markenimage, eine gut strukturierte Marke, eine benutzerfreundliche digitale Plattform, hochwertige Verpackungen, strategische Kommunikation oder eine erlebnisorientierte Dienstleistung können den Markterfolg eines Unternehmens direkt beeinflussen. Auch eine ländliche Lebensmittelmarke, ein Weingut, ein Tourismusdienstleister oder ein technologiebasiertes kleines und mittleres Unternehmen kann an Stärke gewinnen, wenn es den richtigen kreativen Partner findet.

Eine landesweite Ausweitung des Clusters könnte daher nicht nur für die Kreativwirtschaft, sondern auch für andere Wirtschaftsbereiche neue Chancen eröffnen. Für Unternehmen wird es einfacher, Kontakte zu Grafikern, Designern, Content-Erstellern, Kommunikationsspezialisten, Anbietern digitaler Dienstleistungen sowie Partnern aus dem Kultur- und Kreativbereich zu knüpfen. Diese Vernetzung kann insbesondere für Unternehmen in kleineren Städten und ländlichen Gebieten von Vorteil sein, wo der Markt für kreative Dienstleistungen weniger transparent ist.

Die Mitgliedschaft richtet sich in erster Linie an Kleinst- und Kleinunternehmen, die kreative Dienstleistungen, geistige Produkte oder Lösungen mit hoher Wertschöpfung anbieten und ihr Kontaktnetzwerk, ihren Kundenstamm, ihre Marktpräsenz oder ihre Exportmöglichkeiten ausbauen möchten. Nach Angaben des PBKIK ist die Cluster-Mitgliedschaft mit keinem zusätzlichen Verwaltungsaufwand verbunden und bietet gleichzeitig Möglichkeiten zum professionellen Networking.

Unternehmen der Kreativwirtschaft können sich über das Registrierungsportal der Kreativwirtschaftsdatenbank an der Initiative beteiligen. Durch die Teilnahme an der Initiative werden die Unternehmen in die nationale Karte der Kreativwirtschaft aufgenommen und können sich mit dem wachsenden Clusternetzwerk vernetzen.

Für Baranya ist eine der wichtigsten Botschaften des Projekts, dass Pécs nicht nur ein Mitläufer, sondern auch ein Gestalter von Kooperationen innerhalb der heimischen Kreativwirtschaft sein kann. Eine Ausweitung des lokalen Modells auf das gesamte Land könnte die wirtschaftliche Sichtbarkeit der Stadt stärken, lokalen Unternehmen den Marktzugang erleichtern und neue Kundenbeziehungen zwischen dem Kreativsektor und anderen Branchen fördern.

In der kommenden Zeit werden die entscheidenden Fragen lauten, wie viele Akteure der Kreativwirtschaft aus Pécs und dem Komitat Baranya sich dem neuen System anschließen, welche Art von Datenbank und Branchenkarte entwickelt wird und ob konkrete Geschäftspartnerschaften zustande kommen. Sollte sich das Netzwerk tatsächlich zu einem aktiven Marktplatz und einer Plattform für die Vernetzung entwickeln, könnte das Modell der Kreativwirtschaft von Pécs auch auf nationaler Ebene den Weg für einen neuen Entwicklungsansatz ebnen.

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Datenbank für die Kreativwirtschaft – Registrierungsseite

Quellen:
Industrie- und Handelskammer Pécs-Baranya: Das Modell des Kreativwirtschaftsclusters Pécs wird landesweit ausgeweitet – Machen Sie mit!, 8. Juli 2026.
Kreativwirtschaftscluster

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