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Konjunkturumfrage der PBKIK: Zurückhaltende Erwartungen in Baranya, verhaltene Investitionspläne

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Die regelmäßige Konjunkturumfrage der Handels- und Industriekammer Pécs–Baranya (PBKIK) liefert Jahr für Jahr ein genaues Bild davon, wie die Unternehmen in Baranya die kommende Zeit einschätzen: ob sie eine Verbesserung der Auftragslage erwarten, ob sie Maschinen- oder Standortausbauten planen und wie zuversichtlich sie insgesamt hinsichtlich ihrer eigenen Geschäftsaussichten sind. Die Umfrage der Kammer wird zweimal jährlich durchgeführt; die jüngste, detailliert dargestellte Erhebung stützte sich auf die Antworten von 360 Unternehmen aus Baranya.

Die PBKIK berechnet aus den Antworten einen Gesamtindikator, den sogenannten Konjunkturindex, der die erwarteten Veränderungen in vier Bereichen in einer einzigen Zahl zusammenfasst: den Gesamtauftragseingang, die Maschineninvestitionen, die Bauinvestitionen sowie die erwartete Entwicklung der Geschäftslage. Dieser Ansatz ist besonders aussagekräftig, da er nicht nur zeigt, „wie die Stimmung ist“, sondern auch, inwieweit die Unternehmen bei ihren konkreten Entscheidungen – Investitionen, Entwicklung, Kapazitäten – den Schritt nach vorne wagen.

Im landesweiten Vergleich ist weiterhin ein Rückstand zu erkennen

Im landesweiten und regionalen Vergleich zeigt der Konjunkturindex nachhaltig, dass die Erwartungen für Baranya unter dem Landesdurchschnitt liegen. Die Analyse der PBKIK hebt jedoch einen wichtigen Prozess hervor: Gemessen an den wirtschaftlichen und sozialen Indikatoren hat sich der Landkreis in den letzten Jahren von einer Position nahe dem „letzten Platz“ entfernt, d. h., es gab einen Fortschritt im Vergleich zu den rückläufigen Trends.

Der Umfrage zufolge waren die Erwartungen in der zweiten Jahreshälfte 2023 im Vergleich zum Landesdurchschnitt und zum Durchschnitt der Region Süd-Transdanubien (in der Mitteilung 19 bzw. 18 Punkte) deutlich zurückhaltender: Die Unternehmen des Landkreises prognostizierten lediglich eine Konjunktur von 2 Punkten.

Was dämpft die Erwartungen? Die Schwäche der Investitionskomponenten

Aus den Teilindikatoren geht hervor, dass zwischen der Selbsteinschätzung der Unternehmen und ihren Investitionsplänen eine deutliche Unsicherheit besteht. Die Einschätzung der Geschäftslage hat sich beispielsweise im Vergleich zum Jahresbeginn deutlich verschlechtert: Der Indikator ist zwischen der Frühjahrs- und der Herbsterhebung von 16,1 Punkten auf 1,6 Punkte gesunken.

Im Bereich der Maschineninvestitionen liefert die PBKIK auch einen historischen Überblick: Die Umfrage vom Frühjahr 2020 ergab einen Negativrekord (-70,7 Punkte), und nach dem anschließenden Aufschwung blieben die Erwartungen hinsichtlich der Maschineninvestitionen im Jahr 2023 laut der Mitteilung mit Werten zwischen -7 und -18 Punkten erneut im negativen Bereich. Dieses Bild bedeutet typischerweise, dass ein Teil der Unternehmen die Entwicklung von Produktionsmitteln aufschiebt und bei der Schaffung neuer Kapazitäten vorsichtiger vorgeht.

Am deutlichsten zeigt sich dies im Bereich der Bauinvestitionen. Laut PBKIK deutet der anhaltend negative Wert darauf hin, dass die Mehrheit der Unternehmen keine neuen Hallen, Büros oder Betriebsstätten plant. Nach -26,4 Punkten in der ersten Hälfte des Jahres 2023 verschlechterte sich der Indikator bis zum Jahresende auf -52,6 Punkte; die Analyse fügt hinzu, dass der Rückgang der Bauinvestitionen ein landesweiter Trend ist und auch das kommende Jahr keine systematische positive Wende verspricht.

Die Gründe für diese „Stimmung“: Schockreaktionen und Vorsicht

Die Analyse der Kammer betrachtet die Lage in Baranya über einen längeren Zeitraum: Nach dem Tiefpunkt im Jahr 2012 war bis 2020 ein Aufwärtstrend zu beobachten, der durch die COVID-Krise unterbrochen wurde; 2021 näherte man sich dem Vorkrisenniveau an, doch dann führten die Energiekrise, der Krieg und geopolitische Spannungen in der zweiten Jahreshälfte 2022 zu einem erneuten Rückgang.  Zu Beginn des Jahres 2023 war das Bild noch positiver, doch in der zweiten Jahreshälfte verstärkte sich – teilweise aufgrund von Inflationseffekten – die negative Stimmung erneut, und die Unternehmen prognostizierten eine Verschlechterung ihrer Geschäftsergebnisse.

Was sagt dies über die Wirtschaftsstruktur von Baranya aus?

Eine Erkenntnis aus den Konjunkturberichten ist, dass in Baranya sowohl Vorsicht als auch Anpassungsfähigkeit zu beobachten sind. Im landesweiten Vergleich sind die Erwartungen verhalten, gleichzeitig stützt sich die Wirtschaft des Komitats jedoch nicht nur auf einen einzigen Sektor: Mehrere Branchen (Industrie, Dienstleistungen, Tourismus, Aktivitäten im Gesundheitswesen, universitäre Forschung) bilden die Struktur, was in Krisenzeiten in der Regel die Widerstandsfähigkeit erhöht. In der Analyse der PBKIK wird besonders hervorgehoben, dass sich der Landkreis in den letzten Jahren bereits von seiner früheren Rückstandsposition gelöst hat.

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