In Siklós wurde der Grundstein für die Erweiterung des Industrieparks und die neue Zufahrtsstraße gelegt. Das 700 Millionen Forint teure Projekt, das zu 100 % aus EU-Mitteln finanziert wird, soll im Frühjahr 2026 abgeschlossen sein und die Industrielandschaft der Region grundlegend verändern.
Im Industriepark Siklós, der derzeit auf einer Fläche von fast 30 Hektar betrieben wird, sind heute fast 20 Unternehmen ansässig, bei denen es sich überwiegend um KMU handelt, die mehreren hundert Menschen Arbeit bieten. Laut dem Bericht des Parks aus dem Jahr 2022 beschäftigen die hier ansässigen Unternehmen 326 Mitarbeiter, erzielen ein Investitionsvolumen von rund 2,8 Milliarden Forint und einen Umsatz von mehr als 15 Milliarden Forint bei einem Exportanteil von fast 12 %. Auf dieser Grundlage baut nun eine neue, ausdrücklich investorenfreundliche Entwicklungsphase auf.
Was bietet Siklós einem Investor heute?
Ein ausgereiftes industrielles Ökosystem mit wachsenden Bereichen
- Die Gesamtfläche des Industrieparks beträgt 29,5 Hektar, davon entfallen 16 Hektar auf das bereits bebaute Kernareal, 8,08 Hektar auf das Entwicklungsgebiet und 5,44 Hektar auf die Reservefläche.
- In dem bereits erschlossenen Gebiet stehen den Unternehmen alle Versorgungsanschlüsse zur Verfügung: Wasser, Abwasser, Gas, Strom, Straßen- und Parkplatznetz, Telefon- und Festnetz-Internet sowie Straßenbeleuchtung sind vorhanden.
Im Rahmen des derzeit laufenden Projekts mit der Kennnummer TOP_PLUSZ-1.1.1-21-BA1-2022-00007 mit dem Titel „Entwicklung des Industrieparks Siklós“ hat die Gemeinde eine Förderung in Höhe von 700 Millionen Forint für die Erschließung und den Anschluss an die öffentliche Infrastruktur des neuen, 8,5 Hektar großen Entwicklungsgebiets erhalten. Dadurch entstehen fünf vollständig erschlossene, sofort nutzbare Industriegrundstücke – speziell für neue Ansiedler.
Neue Zufahrtsstraße und bessere Erreichbarkeit
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Straßeninfrastruktur, die die Erreichbarkeit des Industrieparks verbessert:
- Auf dem Entwicklungsgelände des Industrieparks wird eine neue Zufahrtsstraße gebaut,
- Am landesweiten Straßennetz und im Bereich der Attila-Straße werden Knotenpunktumbauten durchgeführt,
- Von der Bundesstraße wird eine Abzweigung angelegt, die eine direktere Verbindung zwischen dem Park und der Umgehungsstraße herstellt.
Aus Sicht der Investoren bedeutet diese Kombination, dass sich sowohl die logistische Erreichbarkeit als auch die Bewältigung des Lkw-Verkehrs verbessern – also entwickelt sich einer der entscheidenden Faktoren bei der Standortwahl positiv.
Wende in der industriellen Entwicklung in Baranya – warum lohnt es sich gerade jetzt, sich zu positionieren?
Die Entwicklung reicht über Siklós hinaus. Laut Csaba Nagy, dem Abgeordneten der Region im Nationalrat, „werden wir in fünf bis zehn Jahren ganz anders über die Industrie in Baranya sprechen“, und dies ist keine bloße politische Botschaft, sondern basiert auf konkreten Infrastrukturprojekten.
Die wichtigsten Bestandteile des Entwicklungspakets:
- die im Bau befindliche Donaubrücke in Mohács,
- rund 30 Kilometer neue Schnellstraße,
- die Verlängerung der M60, die die Logistik des Landkreises in eine völlig neue Dimension hebt.
All dies bedeutet, dass ein Standort in Siklós in den kommenden Jahren direkt von der Verkehrs- und Handelsumverteilung profitieren wird, die mit dem Ausbau der Donaubrücke und der M60 einhergeht: eine schnellere Anbindung an Pécs, Mohács, den kroatischen Märkten und dem TEN-T-Netz.
Lieferanten- und Cluster-Möglichkeiten – über die Stadtgrenzen hinaus
Das Projekt ist nicht nur von lokaler Bedeutung, denn auch im Zusammenhang mit dem bereits in Planung befindlichen Industriepark in Bicsérd steht die Ansiedlung von Zulieferern in Siklós auf der Tagesordnung.
Aus Sicht der Anleger bedeutet dies:
- bietet ein realistisches Potenzial für den Aufbau von Lieferketten entlang der Achse M6/M60,
- bietet Unternehmen aus den Bereichen Logistik, Verpackungsindustrie, Leichtindustrie und Lebensmittelverarbeitung die Möglichkeit, sich regionalen Clustern anzuschließen – beispielsweise in Richtung Pécs, Bóly, Mohács oder Villány, wo sich die Industrieparks ebenfalls dynamisch entwickeln.
Die Achse Siklós–Villány–Harkány wird in Fachpublikationen als eine Region beschrieben, die dank der Schnellstraßenverbindung M6/A5 ein idealer Standort für KMU aus den Bereichen Leichtindustrie, Lebensmittelverarbeitungs- und Logistik-KMU darstellt – vorausgesetzt, die Ansiedlung wird „plug-and-play“-artig durch ein kalkulierbares Dienstleistungspaket unterstützt. Die aktuelle Entwicklung des Industrieparks stärkt genau diese Rolle.
Arbeitskräfte und Lebensqualität: Industrieentwicklung vor dem Hintergrund des Tourismus
Ein besonderer Vorteil von Siklós besteht darin, dass der Industriepark nicht an einem „aus dem Nichts entstandenen“ Stadtrand liegt, sondern in einer Region, in der:
- Die Burg von Siklós, das Kurbad, das Weinanbaugebiet Villány und das nahegelegene Harkány bilden eine starke Tourismusmarke;
- Bei der Personalbeschaffung sind die Lebensqualität in der Region, das Dienstleistungsangebot und die Lage in Grenznähe attraktive Argumente für die Arbeitnehmer.
Die Strategie der Stadt zur wirtschaftlichen Entwicklung zielt, ausdrücklich auf den Industriepark ausgerichtet, auf die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Verbesserung der Beschäftigungslage sowie die Stärkung des Images als Investitionsstandort ab, wofür auch lokale Instrumente zur Marketing- und Dienstleistungsentwicklung eingesetzt werden.
Was sagt das einem potenziellen Investor?
- Zeitpunkt: Im aktuellen Entwicklungszyklus bietet sich die beste Gelegenheit, zu günstigen Preisen Grundstücke zu erwerben, die noch frei sind, aber bereits an die öffentliche Infrastruktur angeschlossen werden können – noch vor dem Bau der Donaubrücke und dem Ausbau der M60.
- Risikominderung: Hinter dem Projekt stehen aus EU-Mitteln finanzierte Infrastruktur, das Engagement der Kommunalverwaltung und eine Strategie zur Industrieentwicklung auf Kreisebene – dies schafft langfristig ein stabiles Fundament.
- Wachstumspotenzial: Lieferketten, neue Schnellstraßenverbindungen und der zunehmende grenzüberschreitende Verkehr lassen einen Wachstumskurs erwarten, von dem Unternehmen, die frühzeitig einsteigen, am meisten profitieren können.
Wer einen Standort in Südtransdanubien in Betracht zieht – sei es für Produktion, Logistik oder industrielle Dienstleistungen –, für den könnte der Industriepark von Siklós in den kommenden Jahren einer der besten Standorte in Baranya sein.