Die Suche nach einem Bauunternehmer für die Verbindungsstraße, die eine direkte Verbindung zwischen dem Weinanbaugebiet Villány und der Autobahn M6 herstellen soll, hat begonnen. Das Projekt verbessert die Erreichbarkeit der Region durch eine mehr als 7 Kilometer lange neue zweispurige Straße und eine Zufahrt in Richtung Márok – die Ausschreibung ist bedingt, der Vertrag tritt in Kraft, sobald die finanzielle Deckung gesichert ist.
Was genau wird gebaut?
- Hauptabschnitt: Eine ca. 7,04 km lange, zweispurige Zufahrtsstraße, die auf einer völlig neuen Trasse verläuft und den Knotenpunkt Villány der M6 mit dem östlichen Ende der Umgehungsstraße von Villány verbindet.
- Nebenstrecke: eine weitere, ca. 1,185 km lange, zweispurige Verbindungsstrecke in Richtung Márok.
- Kunstwerk: Über den Mároki-Fluss wird eine neue Brücke gebaut.
- Digitaler Betrieb: Der Gewinner ist neben der Einholung der erforderlichen Genehmigungen auch für die Erstellung eines BIM-Modells für die Umsetzung zuständig, das den späteren Betrieb unterstützt.
Hintergrund des Projekts ist, dass die M6 im vergangenen Frühjahr die kroatische Grenze erreicht hat: Der Knotenpunkt Villány war zwar fertiggestellt, doch die Straße, die das Weinanbaugebiet an die Autobahn anbindet, war damals noch nicht gebaut worden – dies wird nun durch die öffentliche Ausschreibung nachgeholt.
Warum ist das für die Weinregion wichtig?
- Schnellere und bequemere Anfahrt: Besucher aus dem In- und Ausland können die Weinkeller und touristischen Angebote in Villány direkt über die Autobahn erreichen.
- Wirtschaftlicher Aufschwung: Eine bessere Erreichbarkeit kann für Beherbergungsbetriebe, Gastronomiebetriebe, Veranstalter und Lieferanten die Grundlage für einen besser planbaren, ganzjährigen Umsatz bilden.
- Verkehrssicherheit: Die neue Trasse und die höhenfreien Verbindungen entlasten die Ortschaften, verringern den Durchgangsverkehr und senken das Unfallrisiko.
- Regionale Verbindungen: Der in Richtung Márok verlaufende Zweig verbessert auch die Anbindung der umliegenden Dörfer.
Wie ist der aktuelle Stand des Projekts?
Das Ministerium für Bauwesen und Verkehr hat das öffentliche Vergabeverfahren eingeleitet. Es handelt sich um ein bedingtes Verfahren, d. h., der Bauauftrag tritt erst in Kraft, wenn die Finanzierung gesichert ist. Die detaillierte technische Beschreibung ist auch auf der Projektseite der Regierung verfügbar, in der die Anschlusspunkte genau angegeben sind: vom Knotenpunkt Villány bei km 205+810 der M6 bis zur Straße 5718, bis zum östlichen Ende der Umgehungsstraße von Villány.
Hintergrund: Die Fertigstellung des südlichen Endabschnitts der M6
Die wichtigsten Abschnitte des ungarischen Endabschnitts wurden am 2. Mai 2024 südlich der Region Bóly für den Verkehr freigegeben; der Knotenpunkt Villány war zu diesem Zeitpunkt bereits fertiggestellt, die Zufahrtsstraße zum Weinanbaugebiet jedoch noch nicht. Die kroatische Fortsetzung wurde 2025 zugänglich, wodurch die praktische Bedeutung der regionalen Autobahnverbindung weiter zunahm.
Vorläufiger Fahrplan
Nach Abschluss des öffentlichen Vergabeverfahrens, der Auswahl des Auftragnehmers und der Sicherung der Finanzierung kann mit der Ausführung begonnen werden. Der genaue Zeitplan und der Fertigstellungstermin werden im Vertrag festgelegt; weitere Informationen zum Stand des Verfahrens liefern die offiziellen Mitteilungen der ÉKM und des Investors.
Quellen:
– BAMA: „Eine der wichtigsten Weinregionen unseres Landes könnte eine Autobahnanbindung erhalten“ (Veröffentlichung: heute) – über die Einleitung des öffentlichen Vergabeverfahrens und die wichtigsten Parameter. Bama
– Magyar Építők: „So könnte eine der wichtigsten Weinregionen des Landes eine Autobahnanbindung erhalten“ (27.10.2025) – detaillierte technische Daten, bedingte Ausschreibung, BIM. Magyar
Építők– Beruhazas.gov.hu: „Vorbereitung der Zufahrtsstraße nach Villány“ – Knotenpunkte und Kilometerstandorte. Beruházás
– Frühere Berichterstattung von BAMA/TEOL: Inbetriebnahme des südlichen Abschnitts der M6 im Mai 2024. Bama