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Von Baranya bis Sichuan: Neue Industriepartnerschaften am Horizont

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Der Aufbau internationaler Beziehungen spielt bei der regionalen Wirtschaftsentwicklung eine immer größere Rolle. Für Unternehmen aus Baranya und Süd-Transdanubien kann nicht nur eine qualitativ hochwertige, stabile und flexible Betriebsführung einen Wettbewerbsvorteil darstellen, sondern auch die rechtzeitige Suche nach Partnern auf ausländischen Märkten und in der Industrie, mit denen sie langfristig zusammenarbeiten können.

In diesen Prozess fügt sich das Fachtreffen in Hosszúhetény ein, das auf Einladung von Bürgermeister Dr. László Csörnyei unter Beteiligung von Unternehmen stattfand, die an ungarisch-chinesischen Industriekooperationen interessiert sind. Das Programm stand im Zusammenhang mit den Vorbereitungen zur Gründung eines geplanten chinesisch-ungarischen Industrieclusters in Süd-Transdanubien, dessen Ziel es ist, den Unternehmen der Region im Rahmen einer organisierten Struktur den Einstieg in den chinesischen Markt, den Aufbau von Kontakten und die Erweiterung ihrer Geschäftsmöglichkeiten zu erleichtern. Renátó Györki, Beauftragter für Geschäftsentwicklung mit China bei der Handels- und Industriekammer Pécs–Baranya, informierte die Teilnehmer über die Initiative.

An dem Treffen nahmen Vertreter verschiedener Branchen teil, angefangen bei der Bau- und Ingenieurdienstleistungsbranche über die Lebensmittelindustrie, die Sicherheitstechnik und die Gesundheitsbranche bis hin zu Technologie- und Industrieunternehmen. Im Laufe der Gespräche wurden auch praktische Erfahrungen ausgetauscht, darunter erfolgreiche Beispiele, die zeigen, dass sich die ungarisch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen nicht nur in der Zusammenarbeit im Bereich Export und Import, sondern auch in Investitionen und langfristigen strategischen Partnerschaften manifestieren können.

Ein wichtiges Thema der Veranstaltung war die Vorstellung eines ungarischen Handelszentrums, das in der Stadt Chengdu in der Provinz Sichuan errichtet werden soll. Das geplante Zentrum könnte ungarischen Unternehmen künftig Unterstützung beim Aufbau einer lokalen Präsenz, bei der Unternehmensgründung, beim Aufbau von Vertriebskanälen sowie bei der Entwicklung von Geschäfts- und Kommunalbeziehungen bieten. Langfristig könnte die Initiative sogar die Grundlage für einen Industriepark bilden, der ungarischen Unternehmen die Möglichkeit bietet, auf dem chinesischen Markt Fuß zu fassen.

Sichuan ist eine der wichtigsten Wirtschaftsregionen Chinas und verfügt über ein bedeutendes industrielles, technologisches und wirtschaftliches Umfeld. Gleichzeitig erfordert der erfolgreiche Markteintritt aufgrund der Größe, der besonderen Funktionsweise und der Geschäftskultur des chinesischen Marktes eine gründliche Vorbereitung. Gerade deshalb können Kooperationsformen von besonderer Bedeutung sein, die eine gemeinsame Plattform für den Informationsaustausch, die Kontaktaufnahme und den Erfahrungsaustausch bieten.

Aus Sicht von Baranya geht die Bedeutung solcher Initiativen über einzelne Veranstaltungen hinaus. Sie zeigen, dass die Unternehmen der Region zunehmend in einem offenen, international ausgerichteten wirtschaftlichen Umfeld agieren. Dies ist besonders wichtig im Hinblick auf industrielle Dienstleistungen, den Maschinenbau, technologische Entwicklungen, Lieferantenbeziehungen und die Expansion auf ausländische Märkte.

Auch der Veranstaltungsort hat symbolische Bedeutung. Dass das Treffen in Hosszúhetény stattfand, zeigt deutlich: Wirtschaftsdiplomatie und der Aufbau von Geschäftsbeziehungen sind nicht ausschließlich an großstädtische Umgebungen gebunden. Auch kleinere Ortschaften können aktive Akteure der regionalen Wirtschaftsentwicklung sein, wenn sich um sie herum eine angemessene Zusammenarbeit zwischen Kommunalverwaltung, Handelskammer und Unternehmen entwickelt.

Die wichtigste Frage der kommenden Zeit wird sein, welche konkreten geschäftlichen Ergebnisse aus den ersten Kontaktaufnahmen hervorgehen. Persönliche Treffen sind oft der Ausgangspunkt für längere Prozesse: in Form von fachlichen Absprachen, gezielten Verhandlungen, gemeinsamen Projekten, Lieferantenbeziehungen oder Kooperationen auf ausländischen Märkten. Der geplante Cluster und die Verbindungen nach Chengdu können in diesem Prozess eine Unterstützung für die Unternehmen aus Süd-Transdanubien darstellen, die ihnen den Zugang zum chinesischen Markt erleichtern kann.

Für Baranya bestärkt jede solche Kontaktaufnahme die Tatsache, dass sich der Landkreis nicht nur durch seine geografische Lage, seine Industriegebiete und seine Arbeitsmarktbedingungen, sondern auch durch seine internationale Offenheit als attraktiver Wirtschaftsraum präsentieren kann.

Quelle: Handels- und Industriekammer Pécs-Baranya

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