Das umfassende Entwicklungsprogramm UniNext, das auf Initiative der Stiftung zur Förderung der Universität Pécs ins Leben gerufen wurde, kommt vor allem der lokalen Bevölkerung und der Wirtschaft zugute. Für die lokalen Unternehmen bieten der Ausbau des Schnellstraßennetzes und der Hauptbahnstrecken sowie der UniNext Universitas Industriepark, der als eines der größten Investitionsförderprojekte des Landes realisiert wird, bieten erhebliche Perspektiven – so lautete die Aussage auf der erweiterten Delegiertenversammlung der Industrie- und Handelskammer Pécs-Baranya. Bei der für lokale Unternehmen organisierten Veranstaltung stellte István Decsi, Kanzler der Universität Pécs, auch die UniNext-Investorencharta vor, die zahlreiche Erwartungen und Empfehlungen an potenzielle Investoren formuliert, beispielsweise, dass der Investor auf die lokale Wissensbasis aufbaut, der Beschäftigung lokaler Arbeitskräfte Bedeutung beimisst und sich für die Einbindung lokaler Unternehmen durch die Schaffung eines Lieferantenprogramms engagiert.
Die Handels- und Industriekammer Pécs-Baranya veranstaltete in ihrem Hauptsitz eine erweiterte Delegiertenversammlung, zu der rund fünfzig führende lokale Unternehmen eingeladen waren. Bei der Veranstaltung wurde auch das UniNext-Innovationsprogramm vorgestellt, das mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, die größten Entwicklungsherausforderungen der Region auf umfassende und nachhaltige Weise anzugehen.
Das Programm umfasst Entwicklungsprojekte wie den PTE Science Park, komplexe Gesundheitsprojekte oder den UniNext Universitas Industriepark, der zu den größten Investitionsförderungsvorhaben des Landes zählt, sowie die damit verbundenen Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen, Büroentwicklungen und Umweltprojekte. Dank des Programms könnten in den kommenden Jahren mehrere tausend neue Arbeitsplätze entstehen und ausländisches Betriebskapital im Wert von mehreren tausend Milliarden Forint in die derzeit noch rückständige Region fließen.
Der Hauptnutznießer des umfassenden Entwicklungsprogramms, das auf Initiative der Stiftung zur Förderung der Universität Pécs ins Leben gerufen wurde, wird die lokale Gesellschaft und die Wirtschaft sein. Die hier tätigen Großinvestitionen bringen den lokalen Unternehmen den globalen Markt näher und eröffnen ihnen die Möglichkeit, sich in die globale Arbeitsteilung einzubringen. So beleben sich dank der neuen Möglichkeiten auch die Märkte für kleine und mittlere Unternehmen.
– betonte István Decsi, Kanzler der Universität Pécs.
Auf der Veranstaltung wurde berichtet: Die von der HIPA koordinierten Gespräche mit Investoren über den künftigen Industriepark laufen weiter, doch hat die Regierung bislang noch keine konkreten Investitionen angekündigt. Unabhängig davon, welche Investitionen in das Gebiet bei Pécs getätigt werden, muss sie den Anforderungen der ungarischen Behörden entsprechen, die zu den strengsten in der Europäischen Union zählen, sowie den Umweltschutzaspekten und der UniNext-Investorencharta, die István Decsi den an der Veranstaltung teilnehmenden Unternehmen vorstellte.
Dem Dokument zufolge möchte UniNext mit Investoren zusammenarbeiten, die sich für die wirtschaftliche Entwicklung der Region, die Verbesserung der Lebensqualität der hier lebenden Menschen und den Schutz der Umwelt einsetzen.
Die Charta formuliert zahlreiche Erwartungen und Empfehlungen an potenzielle Investoren, darunter unter anderem folgende: Der Investor soll auf den lokalen Wissensbestand zurückgreifen, der Beschäftigung lokaler Arbeitskräfte einen hohen Stellenwert einräumen, sich für die Einbindung lokaler Unternehmen in ein Lieferantenprogramm engagieren sowie den Schwerpunkt auf lokale Forschung, Entwicklung und Innovation legen.