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Die Entwicklung eines Schmerzmittels an der Universität Pécs hat einen neuen Meilenstein erreicht – der innovative Wirkstoffkandidat könnte bereits 2027 an Patienten getestet werden

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Das gemeinsame Arzneimittelentwicklungsprogramm der Universität Pécs und der Semmelweis-Universität, das seit fast anderthalb Jahrzehnten läuft, hat einen weiteren bedeutenden Meilenstein erreicht. Der ungarische Wirkstoffkandidat, der zur Behandlung chronischer Schmerzen entwickelt wurde und über einen neuen Wirkmechanismus verfügt, befindet sich derzeit in einer der entscheidenden Phasen seiner ersten klinischen Studien am Menschen. Sollten die Ergebnisse positiv ausfallen, könnten bereits 2027 Patientenstudien beginnen.

Diese Entwicklung ist nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht eine bemerkenswerte Leistung, sondern stärkt auch das Innovationspotenzial von Pécs und dem Komitat Baranya. Das Projekt zeigt deutlich, dass die universitäre Forschungsbasis der Region nicht nur in der Grundlagenforschung, sondern auch bei Entwicklungen im Gesundheitswesen, die das Stadium der klinischen Anwendung erreichen, eine Schlüsselrolle spielt.

Der Prüfpräparatkandidat SV-1287 wird derzeit im Rahmen einer Mehrfachdosierungsstudie an gesunden Probanden getestet. Ziel der Studie ist es, zu bestätigen, dass das Präparat bei längerer Anwendung sicher und gut verträglich ist und dass es über die pharmakologischen Eigenschaften verfügt, die für den Übergang in die nächste Phase der klinischen Entwicklung erforderlich sind.

Im Rahmen der laufenden Studie erhalten die Teilnehmer das Medikament zehn Tage lang, während die Forscher eine detaillierte Analyse seiner Wirksamkeit und Sicherheit durchführen. Sollten diese Ergebnisse den strengen internationalen Standards entsprechen, wird der nächste Schritt eine klinische Studie mit Patienten sein, die unter chronischen neuropathischen Schmerzen leiden.

Was diesen Wirkstoffkandidaten so einzigartig macht, ist sein völlig neuer Ansatz in der Schmerztherapie. In seine Entwicklung flossen fast fünfzehn Jahre Forschung ein, in denen Experten der Semmelweis-Universität und der Universität Pécs eng zusammenarbeiteten. Die Verbindung wurde ursprünglich am Institut für Organische Chemie der Semmelweis-Universität entwickelt, während ihre Wirksamkeit von der Forschungsgruppe für chronische Schmerzen am Institut für Pharmakologie und Pharmakotherapie der Fakultät für Allgemeinmedizin der Universität Pécs in zahlreichen Modellen für neuropathische und entzündliche Schmerzen bestätigt wurde.

In den letzten Jahren haben mehr als hundert Forscher an der Studie mitgewirkt, was die Komplexität und Bedeutung dieser Entwicklung deutlich macht. Das Projekt hat den Sprung von der Laborforschung zu klinischen Studien am Menschen geschafft, was eine der schwierigsten und kostspieligsten Phasen der Arzneimittelentwicklung darstellt.

Diese Entwicklung birgt sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus regionaler Sicht eine wichtige Botschaft für den Komitat Baranya. In den letzten Jahren hat sich die Universität Pécs zu einem zunehmend bedeutenden Akteur in den Bereichen Innovation im Gesundheitswesen, Biotechnologieforschung und translationale Medizin entwickelt. Projekte wie die Entwicklung von SV-1287 könnten langfristig zu Kooperationen mit der pharmazeutischen Industrie, zur Verwertung von Patenten, zu Lizenzvereinbarungen oder sogar zu neuen Investitionen in der Gesundheitsbranche führen.

Darüber hinaus trägt die Forschung der Universität dazu bei, dass Pécs seine Position in der nationalen und internationalen Forschungs- und Entwicklungslandschaft weiter festigt und ein attraktiver Standort für Investitionen mit hoher Wertschöpfung in den Bereichen Gesundheitswesen und Biotechnologie bleibt.

Quelle:

  • Universität Pécs, Fakultät für Allgemeinmedizin – Ein neuer, in Ungarn entwickelter Wirkstoffkandidat zur Schmerzlinderung könnte bereits im nächsten Jahr an Patienten getestet werden (3. August 2026)
  • Vorherige Mitteilung der PTE zur Entwicklung von SV-1287 (Januar 2026) (Medizinische Fakultät der PTE)
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